Ein Rundgang durch unsere Kirche
Von der Oeserstraße her werfen wir erst einmal einen Blick auf die Hauptfront unserer Kirche. Sie wurde in den Jahren 1931 bis 1933 nach einem Entwurf der Leipziger Architekten Zweck & Voigt erbaut (vgl. zur Baugeschichte).


Aus diesem Blickwinkel dominiert der große Rundturm. Sein oberer Abschluss hat ihm den Spitznamen "Zitronenpresse" eingebracht. Sollten Sie einmal in den Abendstunden vorbei kommen, so erleben Sie den beeindruckenden Anblick des indirekt erleuchteten Kreuzes.


Am Fuße des Turmes erkennen wir hinter einem Mäuerchen Eingangstüren unter einem Vordach, welches die Rundung des Turmes aufnimmt. Sie führen zum großen und kleinen Gemeindesaal. Links davon auf gleicher Höhe befindet sich der Eingang zur Kanzlei und zum Konfirmandenzimmer. Auf der rechten Seite, hier nicht sichtbar, befindet sich die ehemalige Kirchnerwohnung, die zur Kanzlei umgebaut wurde.


Ja und wo ist nun die "Kirche", das Kirchenschiff? Sie wissen es oder haben es schon richtig vermutet, der Gottesdienstraum befindet sich im erhöhten Gebäudeteil hinter dem Turm über den Gemeindesälen. Wir erreichen ihn über Treppen in den beiden Arkaden. Die linke ist auf unserem Bild zu erkennen. In einer Architekturzeitschrift aus dem Jahr 1933 wird die gesamte Eingangssituation so gedeutet:
Die Bethanienkirche in Leipzig
  "Die Arkaden umschließen den Kirchenvorhof, halten Distanz zu den Nachbargebäuden und verkörpern symbolisch einladend zwei ausgestreckte Arme".
Erinnern wir uns an die Räumlichkeiten, die bisher genannt wurden und wenn wir noch erfahren, dass sich weiterhin ein Raum für Kinderarbeit, ein Jugendraum im Turm, ein "Kirchenkaffee", eine Sakristei, zwei Kapellen und noch etliche Neben- und Wirtschaftsräume in unserer Kirche befinden, so gilt unseren "Altvorderen" Anerkennung, dass sie damals einen so zweckmäßigen Bau errichten ließen.  
  Bevor wir nun die Kirche betreten, schau'n wir noch einmal genau hin und erkennen vielleicht ausgebesserte Putzstellen am Turm. Nicht nur der Putz, sondern auch andere Teile des Turmes wurden im Jahr 2000 umfassend saniert.
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