Aktuelles

Worte für den Tag - 1. April

Ich möchte Sie heute zum Riechen einladen. Nein, das ist kein Aprilscherz. Denn es liegt etwas in der Luft. Etwas Gutes. Frühling liegt in der Luft. Der Duft von blauen Veilchen, der Duft von Hyazinthen, der Duft erster Obstbaumblüten. – Auf unserem Tisch stehen Tulpen. Manche ihrer Kelche duften leicht. Dankbar nehme ich dies mit meiner Nase wahr. Es liegt was in der Luft. Jetzt, in diesen außergewöhnlichen Wochen, strömt frischere Luft als sonst in meine Lunge. Unterwegs, am offenen Fenster, draußen vor der Haustür. Denn es fahren weniger Autos.

Atmen Sie tief ein, sooft Sie können! Spüren Sie, wie sich dabei Ihre Taillen weiten und die Rippen des Brustkorbs dehnen. – Ich möchte Sie heute einladen, das Leben zu feiern. Ihr Leben. Auch Ihr Leben trotz Behinderung, trotz einer Krankheit, trotz Altersgebrechen. Das Ein- und Ausatmen vollzieht sich automatisch, seit unserer Geburt. Mir wurde mein erster Atemzug heute vor 81 Jahren geschenkt. – Wer oder was steckt hinter dieser Atembewegung?

Lesen Sie: Da bildete Gott Adam, das Menschenwesen, aus Erde vom Acker und blies in seine Nase Lebensatem. Da wurde der Mensch atmendes Leben. ( 1. Mose 2,7 )

Gott liegt in der Luft. Wie die Luft uns von allen Seiten umspielt, so umgibt uns Gott von allen Seiten ( Psalm 139 ). Mit jedem Atemzug nehmen wir seine Liebe in uns auf. Er hält uns die Treue, sogar über unseren letzten Atemzug hinaus.

Mit dem Atmen ist uns auch die Stimme geschenkt, zum Sprechen, Flüstern, Musizieren. Ich lade Sie ein, Gott zu danken mit dem Summen einer Melodie oder singend. Wie es Ihnen in den Sinn kommt. Oder aus unserem Gesangbuch.
EG 165: Gott ist gegenwärtig… Luft, die alles füllet, drin wir immer schweben, aller Dinge Grund und Leben.
EG 432: Gott gab uns Atem damit wir leben….Gott will mit uns die Erde verwandeln. Wir können neu ins Leben gehen. ( EG 432 ).
Bleiben Sie behütet!

Rolf-Dieter Hansmann

Worte für den Tag - 31. März

Was unterliegt keiner Beschränkung?

Ich bin mit den Konfirmanden*innen der 8. Klasse in einem regen Austausch. Auf die Frage, was keiner Beschränkung unterliegt, antworteten sie mir mit diesen Worten, die Sie auf dem Poster lesen können.

Das Kreuz ist der Anfang unserer Hoffnung, auch wenn Leid und Schmerz die Menschen ergreift und die Welt in Angst und Schrecken ist.

Am Baum des Kreuzes erwacht neues Leben, weil die Liebe stärker ist als der Tod. Die Worte der Konfirmanden*innen sind in das Kreuz gefügt, weil sie alle von Gottes Nähe zu uns erzählen. Wir sind zu Hause nicht allein. „Wenn mein Geist in Ängsten ist, so erkennst du doch meinen Pfad.“ Psalm 142,4

Ihr Martin Staemmler-Michael

Worte für den Tag - 30. März

„Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein“ (Offb. 21,4)

Als Gott die Welt geschaffen hat – so berichtet es die Bibel – bestand sein Werk darin, Ordnung in das bis dahin herrschende Chaos, das Tohuwabohu, wie es die hebräische Bibel (Gen 1,2) nennt, zu bringen. Auch wenn die Schöpfung als „sehr gut“ bewertet wird, sind die Chaosmächte in ihr doch nur zurückgedrängt, nicht aber völlig überwunden. Sie zeigen sich etwa in der Finsternis der Nacht und in der Gewalt, die in der Natur und auch unter den Menschen – denken Sie an Kain und Abel – allgegenwärtig sind. Wir erleben diese Chaosmächte auch in der aktuellen Pandemie: Mit all unseren Anstrengungen können wir das Virus bestenfalls eindämmen, aber nicht verhindern, dass es Leben nimmt, gefährdet und einschränkt. Die Bibel erzählt aber auch von einer großen Hoffnung: Gott will und wird seine Schöpfung vollenden und es wird dann Tod, Gewalt und Leid nicht mehr geben. Das beginnt schon jetzt, wo Menschen von der Liebe Gottes erzählen und füreinander da sind. Auch in der aktuellen Krise dürfen wir deshalb statt in einsamer Verzweiflung mit einer fröhlichen Hoffnung leben.

Ihr Konstantin Enge

Wir sind auch in Zeiten der Corona-Krise für Sie da.

Das geschieht in der gegenwärtigen Situation über das Telefon der Bethanienkirchgemeinde: 0341-480 4013 montags und mittwochs zwischen 14-18 Uhr freitags von 9-11 Uhr.

Der Anrufbeantworter ist immer geschaltet. Das Pfarramt ist auch der Notfallanschluss, wenn jemand Hilfe benötigt. Sie erreichen uns auch per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Für Seelsorgegespräche erreichen Sie Pfarrerin Angela Langner-Stephan unter 0341-4686608.

Das Gemeindebüro ist ab dem 23.03.2020 für den Publikumsverkehr geschlossen.

Wir wünschen allen Gottes Segen und eine behütete Zeit.

Worte für den Tag - 28. März

Am heutigen Samstag endet die Lätare-Woche. „Freut euch!“, so hatte uns der Sonntag Lätare aufgefordert.
Aber geht das denn, mitten in der Passionszeit? Kann man sich freuen in diesen Wochen, in denen wir in besonderer Weise an das Leiden und Sterben Jesu denken? Und kann man sich freuen in dieser „Corona-Zeit“ mit all ihren Unsicherheiten und Unwägbarkeiten? Ja, man kann! Doch brauchen wir in diesem Jahr vielleicht tatsächlich eine besondere Ermunterung dazu. Lätare wird mitunter auch als „kleines Ostern“ bezeichnet, weil es uns einen Ausblick auf die Osterfreude gewährt. Als Christen leben wir immer schon nach Ostern. Wir wissen also, dass auf die Finsternis des Karfreitags die helle Ostersonne folgte. Das Osterereignis wirft sein Licht bereits voraus: Grund zur Freude!
Auch diese unsichere Zeit, die wir gerade erleben, ist nicht freudlos: Trotz der jetzt notwendigen Vereinzelung können wir miteinander verbunden bleiben – Telefon und Internet machen es möglich. Und auch über den neu aufkommenden Gemeinschaftssinn kann man sich nur freuen: nachbarschaftliche Gespräche von Balkon zu Balkon, organisierte Hilfsangebote in den Stadtvierteln, verabredetes Musizieren auf den Balkonen, brennende Kerzen in den Fenstern als Zeichen der Verbundenheit… Es ist zu spüren, wie mit der angeordneten äußerlichen Distanz die innerliche Verbindung wächst.
Schließlich ist da auch die erwachende Natur. Spazierengehen ist erlaubt, wenn auch mit gewissen Einschränkungen. Vielleicht begegnen Sie auf einem Spaziergang sogar dem einen oder der anderen Bekannten. Es ist nicht untersagt einander zu grüßen und nach dem Ergehen zu fragen – aus sicherer Distanz und diese so zugleich überwindend. Oder zumindest zuwinken könnte man einander ja.
Es gibt also – trotz allem – Grund zur Freude. So wünsche ich Ihnen einen freudvollen Tag und ein gesegnetes Wochenende!

Ihr Pfarrer Matthias Piontek

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